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Hitzewelle und Dürre fordern ihren Tribut

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Sloweniens dritte Hitzewelle des Jahres inmitten eines der heißesten und trockensten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen beeinträchtigt zunehmend den Alltag. Die Behörden verhängen Wasserbeschränkungen, setzen das Fischen in mehreren Flüssen aus und bereiten Notfallpläne für die Stromerzeugung vor.

Die Umweltbehörde teilte mit, dass der Juli der drittwärmste und vierttrockenste Monat in Slowenien seit Beginn der landesweiten Aufzeichnungen im Jahr 1950 war. Die Durchschnittstemperaturen lagen etwa 2 Grad Celsius über dem Durchschnitt der Jahre 1991-2020, und die Niederschlagsmenge betrug lediglich 49 % des langjährigen Durchschnitts.

Der Monat gipfelte in einer intensiven Hitzewelle, die noch immer anhält und an 28 Wetterstationen Temperaturrekorde brach, darunter 15 Allzeithöchstwerte. Die höchste gemessene Temperatur von 40 Grad Celsius wurde im westlichen Dorf Dolenje pri Ajdovščini erreicht, während in Ljubljana ein neuer Juli-Rekord von 38,1 Grad verzeichnet wurde.

Meteorologen zufolge dürfte die derzeitige, ununterbrochene Hitzeperiode mit Temperaturen über 35 Grad Celsius in den modernen Aufzeichnungen Sloweniens beispiellos sein. Sie warnen davor, dass der nationale Allzeitrekord von 40,8 Grad aus dem Jahr 2013 möglicherweise noch übertroffen werden könnte.

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Wasserressourcen unter Druck

Der anhaltende Regenmangel hat die Flusspegel im ganzen Land drastisch reduziert. Laut der Umweltbehörde führten die slowenischen Flüsse im Juli nur etwa 40 % ihres üblichen Wasserstands, wobei einige Flüsse sogar die niedrigsten durchschnittlichen Juli-Abflüsse seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichneten.

Die Dürre hat sich auch auf die Trinkwasserversorgung ausgewirkt. Gemeinden im Nordosten Sloweniens haben Beschränkungen für den nicht unbedingt notwendigen Wasserverbrauch eingeführt und Aktivitäten wie das Bewässern von Gärten, das Waschen von Autos und das Befüllen von Schwimmbecken bis auf Weiteres verboten.

Die Wasserversorger haben die Bevölkerung dringend zum Wassersparen aufgerufen und gewarnt, dass die Kombination aus anhaltender Dürre und erhöhtem Verbrauch während der Hitzewelle die lokalen Systeme zunehmend überlastet. In einigen Gemeinden muss das Wasser bereits von der Feuerwehr geliefert werden.

Um den Einwohnern die Bewältigung der extremen Temperaturen zu erleichtern, haben Ljubljana und Maribor den Eintritt in die öffentlichen Schwimmbäder frei gemacht.

Flüsse und Wildtiere unter Druck

Die heißen, flachen Flüsse setzen auch die Tier- und Pflanzenwelt unter Druck.

Das Fischereiforschungsinstitut hat vorübergehende Fischereiverbote für mehrere Flüsse und Seen verhängt und erklärt, dass hohe Wassertemperaturen, niedrige Wasserstände und sinkende Sauerstoffwerte die Fischbestände bedrohen.

Die Organisation erklärte, dass Wassertemperaturen von 23 bis 24 Grad Celsius für Forellenarten tödlich sein können, und fügte hinzu, dass selbst das Catch-and-Release, die im Land am häufigsten vorkommende Angelmethode, den Stress für Fische erhöht, die ohnehin schon ums Überleben kämpfen.

Die anhaltenden Hitzewellen lassen die Kaltwasserrefugien schrumpfen, auf die einheimische Arten normalerweise angewiesen sind, wodurch vorübergehende Fischereisperrungen zu einer immer wichtigeren Naturschutzmaßnahme werden.

Überwachung des Flusszustands durch das Kernkraftwerk

Die Dürre beeinträchtigt auch den slowenischen Energiesektor, allerdings ist die Situation nicht so schlimm wie in einigen osteuropäischen Ländern, wo Kraftwerke bereits stillgelegt werden mussten.

Das Kernkraftwerk Krško, die einzige Kernenergieanlage des Landes, nutzt Wasser aus der Save zur Kühlung. Niedrige Wasserstände und hohe Wassertemperaturen haben den Betreiber gezwungen, die Leistung ab dem 6. August auf 80 % der Kapazität zu reduzieren.

Die Produktion wird bei Bedarf weiter reduziert, sofern der Wasserstand nicht steigt. Zuletzt war das Kraftwerk 2003 zu solchen Maßnahmen gezwungen; damals dauerte es drei Monate, bis die volle Betriebskapazität wieder erreicht werden konnte.

Die Wettervorhersagen deuten darauf hin, dass die Hitzewelle noch mehrere Tage anhalten wird, wobei außer vereinzelten Schauern und Gewittern kaum mit Niederschlägen zu rechnen ist.

Redaktion Natur und Umwelt
Bild: zVg.
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