Home Touristik Neue Röhre im Autobahntunnel zwischen Slowenien und Österreich eröffnet

Neue Röhre im Autobahntunnel zwischen Slowenien und Österreich eröffnet

7 min gelesen
0
0
9

Eine neue Röhre des Karawanken-Autobahntunnels zwischen Slowenien und Österreich wurde eingeweiht. Sie wird am 20. März für den Verkehr freigegeben, da die alte Röhre jedoch wegen Renovierungsarbeiten gesperrt ist, wird es noch einige Zeit dauern, bis sich die Verkehrslage in der Region entspannt.

Das kleine Adria Ein mal Eins für Nautiker – Ausgabe 2026 – im neuen Format Din A5/Ringbuch

Die Bauarbeiten auf slowenischer Seite der Grenze wurden vom türkischen Bauunternehmen Cengiz durchgeführt, das im August 2020 mit dem Tunnelbau begann und die Arbeiten im Juni 2025 abschloss.

Nach mehreren Nachträgen stieg der Vertragswert mit Cengiz von ursprünglich 98,6 Millionen Euro auf fast 115 Millionen Euro (ohne Steuern). Unter Berücksichtigung der Kosten für technische Anlagen sowie Beratungs- und Ingenieurleistungen belief sich der Gesamtinvestitionswert auf über 147 Millionen Euro (ohne Mehrwertsteuer).

Die neue, östliche Röhre ist insgesamt acht Kilometer lang. Der slowenische Abschnitt ist 3,5 Kilometer lang, und der Bau dort gestaltete sich aufgrund der geologischen Gegebenheiten schwieriger.

Die Verkehrsstaus sind noch nicht behoben.

Der vielbefahrene Tunnel ist mittlerweile ein zweiröhriger Tunnel, doch es wird noch einige Jahre dauern, bis diese umfassende Modernisierung die Verkehrsstaus auf beiden Seiten der Grenze verringert, da die westliche Röhre nun einer Sanierung unterzogen wird.

Die Modernisierung der 35 Jahre alten U-Bahn-Röhre wird voraussichtlich bis Ende 2028 abgeschlossen sein, und ab Anfang 2029 soll in beiden Röhren der Verkehr auf beiden Fahrstreifen einspurig geführt werden.

Die Arbeiten auf slowenischer Seite der Grenze haben einen Wert von 82,5 Millionen Euro ohne Mehrwertsteuer. Die Auftragnehmer des Projekts sind Kolektor CPG, Gorenjska Gradbena Družba und Kolektor Koling.

Längster Straßentunnel in Slowenien

Der Tunnel, der die Autobahn A2 in Slowenien und die A11 in Österreich unter dem Karawankengebirge verbindet, wurde 1991 als längster Straßentunnel Sloweniens und neuntlängster in den Alpen eingeweiht.

Der Verkehr durch den Tunnel hat in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen. Im Jahr 2005 durchfuhren durchschnittlich 6.200 Fahrzeuge pro Tag den Tunnel, während die Zahl im Jahr 2023 auf 13.500 anstieg, davon 1.700 Güterfahrzeuge.

Der Tunnel stellt in der Hochsaison, insbesondere im Sommer, einen erheblichen Engpass dar, da Urlauber aus ganz Europa ihn auf ihrem Weg zur Adriaküste und wieder zurück passieren.

Der Tunnel ist aus Sicherheitsgründen häufig nur einspurig befahrbar, was auf beiden Seiten der Grenze zu Verkehrsstaus führt. Um die Staus zu verringern und die Sicherheitsstandards zu verbessern, beschlossen Slowenien und Österreich den Bau einer zweiten Röhre.

Sie erzielten darüber im Jahr 2012 eine Einigung, und ihre jeweiligen Autobahngesellschaften forderten 2017 Bieter zur Angebotsabgabe auf. Im folgenden Jahr begannen die Arbeiten auf der österreichischen Seite der Grenze, aber aufgrund von Verzögerungen bei der Auswahl des Auftragnehmers startete das Projekt in Slowenien erst im Jahr 2020.

Eine Gartenreise durch Slowenien, DVD nur bei uns im Shop!

Neue Röhre als große Errungenschaft gefeiert

Die Einweihung der neuen Röhre markiert nicht nur den Abschluss eines wichtigen Infrastrukturprojekts, sondern auch eine wertvolle Investition in die Sicherheit der Bevölkerung, die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und die langfristige Stabilität der grenzüberschreitenden Verbindungen, sagte Infrastrukturministerin Alenka Bratušek bei der Einweihungszeremonie am 18. März.

Dies sei nun Sloweniens modernster Straßentunnel und zudem Teil eines wichtigen europäischen Verkehrskorridors, sagte sie und fügte hinzu, dass dieses Jahr das Jahr der Tunnel sei, da Slowenien vor kurzem auch eine neue Eisenbahnlinie zwischen Divača und der Hafenstadt Koper eingeweiht habe , die eine Reihe von Tunneln umfasse.

Die Gesamtlänge der fertiggestellten Tunnel, einschließlich der neuen Röhre, der Koper-Divača-Tunnel und der Tunnel, die auf dem nördlichen Abschnitt einer entstehenden Nord-Süd-Schnellstraße gebaut wurden, beträgt laut Minister etwa 32 Kilometer.

Andrej Ribič, CEO des nationalen Autobahnunternehmens DARS, bezeichnete die neue Röhre ebenfalls als eine bedeutende Errungenschaft, die die Verkehrssicherheit, die Mobilität und die internationale Zusammenarbeit fördert.

Er erwähnte einige interessante Randnotizen: Beim Bau auf der slowenischen Seite der Grenze wurde genug Material ausgehoben, um 171 Schwimmbecken in olympischer Größe zu füllen, genug Beton wurde verwendet, um 78 solcher Becken zu füllen, und es wurde so viel Stahl verwendet, wie Eisenteile aus dem Eiffelturm bestehen.

Redaktion Tourismus
Bild: Asfinag
Mehr in Verbindung stehende Beiträge laden
Mehr laden von Norbert Rieger
Mehr laden in Touristik

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Überprüfen Sie auch

Die Kirche der Muttergottes am See

Lernen Sie die Kirche mit der wechselvollen Geschichte kennen und wünschen Sie sich etwas …