Im Nordosten Sloweniens hat heftiger, nasser Schneefall zu massiven Stromausfällen geführt, insbesondere im Raum Maribor. Auch der Straßen- und Schienenverkehr wurde beeinträchtigt, und Bäume wurden beschädigt. Weitere Landesteile sind ebenfalls betroffen.
Im Nordosten waren rund 40.000 Haushalte des Energieversorgers Elektro Maribor und etwa 8.000 Haushalte von Elektro Celje nach anhaltendem Schneefall seit dem frühen Morgen des 20. Februar ohne Strom. Die Stromausfälle beeinträchtigten auch die Trinkwasserversorgung und den Busverkehr.

„Die Lage vor Ort ist extrem … alle unsere Teams sind in Bereitschaft und stehen in Kontakt mit dem Katastrophenschutz und der Feuerwehr“, sagte Tatjana Vogrinec Burgar, Geschäftsführerin von Elektro Maribor, gegenüber der Presse.
„Das Schlimmste ist, dass die Mittelspannungsleitungen ausgefallen sind“, sagte sie und bat die Bevölkerung um Geduld, da es eine Weile dauern könne, bis die Stromversorgung wiederhergestellt sei.
Auch aus anderen Teilen des Landes wurden Stromausfälle gemeldet.
Aufgrund von Schnee und Schlamm auf den Straßen sind die Fahrbedingungen schwierig. In einigen Gebieten ist der Verkehr für Anhänger und Sattelzüge verboten.
Im Nordosten Sloweniens sind mehrere Straßen durch umgestürzte Bäume und ins Schleudern geratene Lkw blockiert. In einigen Gebieten kam es aufgrund von Schneepflügen zu Staus.
Auf der Straße von Sotina bis zum Grenzübergang Kuzma nach Österreich im Nordosten sind schätzungsweise 150 Bäume auf die Fahrbahn gefallen.
Umgestürzte Bäume beeinträchtigten auch den Bahnverkehr auf der Strecke zwischen Šentilj und Spielfeld in Österreich. Viele andere Zugverbindungen im ganzen Land waren wetterbedingt von Verspätungen betroffen.
Der slowenische Forstdienst schätzt, dass der Schnee 50.000 Kubikmeter Bäume in den Gebieten Goričko, Haloze, Slovenske Gorice, den unteren Gebirgszügen des Pohorje-Massivs sowie Kozjak und Paški Kozjak beschädigt hat.
Für Koroška, Štajerska und Pomurje gilt aufgrund von Schneefall eine Unwetterwarnung der Stufe Orange. Für die Julischen Alpen im Nordwesten besteht unterdessen eine Lawinenwarnung.
Der Schneefall soll im Laufe des Nachmittags nachlassen und am Abend weitgehend aufhören. Nächste Woche werden im Land Temperaturen um 15 Grad Celsius erwartet.
Redaktion Natur und Umwelt Bild: fr.de





