Der älteste und einzige alpine botanische Garten Sloweniens in natürlicher Umgebung, Juliana, feiert dieses Jahr sein 100-jähriges Bestehen.

Eingebettet in das Trenta-Tal im Nationalpark Triglav beherbergt der Garten rund 700 Pflanzenarten, die charakteristisch für die slowenischen Alpen und die Karstregion sind.
Etwa 70 der Arten sind geschützt, rund 60 stehen auf der Roten Liste gefährdeter Arten Sloweniens. Zehn Arten sind durch die EU-Habitatrichtlinie geschützt, die die Grundlage des Natura-2000-Netzwerks bildet – dem weltweit größten koordinierten System von Schutzgebieten.
Juliana ist von Anfang Mai bis Ende September geöffnet und zeigt sich im Frühling von seiner schönsten Seite. Im Mai und Anfang Juni können Besucher Primeln und Enziane in voller Blüte bewundern, gefolgt von Seidelbast, Steinbrech, Nelken und Rhododendren. Zahlreiche kleinere Pflanzen bereichern den Garten und laden zum genauen Betrachten ein.
Der Garten wurde 1926 von dem Botanikliebhaber Albert Bois de Chesne (1871–1953) gegründet, einem gebürtigen Triester, der sich in die Julischen Alpen verliebt hatte. Auf Anraten seines Freundes, des Bergsteigers Julius Kugy, entwarf er den Garten als botanische Reise von den Tallandschaften zu den Berggipfeln.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Juliana von slowenischen Experten betreut und wird seit 1962 vom Slowenischen Naturhistorischen Museum verwaltet .
„Aufgrund der vielen seltenen, gefährdeten und geschützten Arten, die dort gedeihen, steht Juliana seit 1951 unter Denkmalschutz und zählt zu den streng geschützten Gebieten innerhalb des Nationalparks“, sagte Špela Pungaršek, die das für den Garten zuständige Team leitet, auf einer Pressekonferenz in Ljubljana am 24. April.
Anlässlich des hundertjährigen Jubiläums ist eine Reihe von Veranstaltungen geplant, darunter eine Ausstellung im Museum in Ljubljana. Besucher, die Juliana erleben möchten, ohne die Hauptstadt zu verlassen, können nun einen virtuellen Spaziergang durch den Garten in verschiedenen Jahreszeiten unternehmen.
Außerdem wird es Führungen durch Juliana geben, eine Publikation, die im Juni erscheinen soll, und die Hauptveranstaltung zum hundertjährigen Jubiläum findet am 6. Juni statt.
Redaktion Natur und Umwelt Bild: zVg.





