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Ljubljana bekommt weitere Stolpersteine ​​für Holocaust-Opfer

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Am Donnerstag werden in Ljubljana weitere sieben Stolpersteine ​​gelegt, um den jüdischen Bürgern der Stadt zu gedenken, die im Zweiten Weltkrieg aus ihren Häusern gerissen und in Konzentrationslager in Europa gebracht wurden. Im Anschluss an die Steinlegungszeremonie findet die Eröffnung einer Ausstellung über die Geschichte einer jüdischen Familie in Ljubljana statt.

Die neuesten Stolpersteine-Gedenktafeln werden die Gesamtzahl der Stolpersteine ​​in Ljubljana auf 68 erhöhen.

Das Projekt ist Teil einer umfassenderen Initiative des deutschen Künstlers Gunter Demnig im Jahr 1992, die darauf abzielt, Personen an ihrem letzten bekannten Wohnort zu gedenken, bevor sie dem NS-Terror zum Opfer fielen.

Die Messingsteine ​​tragen Inschriften mit Namen, Geburtsdatum und Schicksal des Opfers. Inzwischen sind mehr als 75.000 davon in mehr als 1.200 Städten in ganz Europa und Russland installiert und damit die größte dezentrale Gedenkstätte der Welt.

In Slowenien wurden solche Gedenkblöcke in Ljubljana, Maribor und im Nordosten des Landes, Lendava und Murska Sobota, errichtet, wo die meisten slowenischen Juden vor dem Zweiten Weltkrieg lebten.

Die heutigen Steinlegungszeremonien werden vom Jüdischen Kulturzentrum Ljubljana, der Mariborer Synagoge und der Gemeinde Ljubljana organisiert.

Die ersten beiden der sieben Stolpersteine ​​werden in Križevniška 5 zum Gedenken an Theodor Kron und Angelo Hajmann gelegt. Außerdem werden Gedenkblöcke zum Gedenken an Ivan Roth (Vegova 8) und Artur Silberstein, Pavla Silberstein, Stevan Savić und Đuro Savić (Korytkova 22) installiert.

Stolpersteine ​​seien „ein Kunstwerk, individuelles und kollektives Gedächtnis, das unsere eingelullten Seelen wachrütteln soll“, sagte der Leiter des Jüdischen Kulturzentrums Robert Waltl bei der Gelegenheit.

Das Zentrum wird auch eine Ausstellung mit dem Titel Holocaust in Ljubljana – die Familie Silberstein-Savić im Mini-Theater veranstalten. Eröffnet wird die Ausstellung von Estera Savić Bizjak, einer Nachfahrin der Familie.

Redaktion Land und Leute
Bild: Offenbach.de
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