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Entspannter Luxus im mediterranen Rhythmus

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Das Architekturbüro AKSL Architects entwarf das Interieur der Bar, in dem entspannter Luxus mit mediterranem Charme und moderner Ästhetik verschmilzt.

Die Mint Bar, eines von fünf Restaurants im Fünf-Sterne-Hotel Radisson Blu in Split, entstand als Reaktion auf den Bedarf an einer kompletten Renovierung einer stilvoll veralteten und unattraktiven Bar. Die slowenischen Architekten Špela Leskovic, Aleš Košak und Samantha Konec von AKSL arhitekti , die das Interieur gestalteten, hatten sich zum Ziel gesetzt, einen modernen und gleichzeitig entspannten Raum zu schaffen, der sowohl tagsüber als auch abends – vom Morgenkaffee bis zum abendlichen Cocktail – gleichermaßen einladend wirkt.

„Ausgangspunkt für die Innengestaltung war der Wunsch, einen modernen und dennoch entspannten Raum zu schaffen, der ein Gefühl von Alltagstauglichkeit mit einem höheren Niveau an Design und Gastfreundschaft verbindet“, erklären die Architekten.

Mediterraner Charakter

Die Identität der Bar, so heißt es weiter, wurde durch die gelungene Verbindung von mediterranem Flair und moderner, internationaler Architektursprache definiert. „Dies spiegelt sich in der Verwendung natürlicher Materialien wie Stein und Holz, warmen Farben, üppigem Grün sowie handgefertigten Details und künstlerischen Elementen wider. Auch die Raumgestaltung spielt eine wichtige Rolle: Klar voneinander abgegrenzte, aber dennoch miteinander verbundene Bereiche – Barista-Theke, Cocktailbar, Sitzecken und Terrasse – schaffen gemeinsam eine unverwechselbare Identität als stilvolles, aber ungezwungenes soziales Zentrum des Hotels“, ergänzt das Architekturbüro.

Der mediterrane Charakter prägt das Design, insbesondere durch die Verwendung von Materialien wie Stein, Holz und Textilien sowie die Schaffung einer entspannten Atmosphäre. Beschattung durch Holzlamellen, weiche Textilien und handgefertigte Details unterstreichen das Gefühl von Leichtigkeit und mediterranem Lebensstil.

Entspannter, natürlicher Luxus

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Laut den Befragten wurde das Gefühl von entspanntem Luxus durch die Verwendung natürlicher und haptisch ansprechender Materialien wie mediterranem Marmor in einem sandfarbenen Ton, gebeiztem Eichenholz, hochwertigen Textilien und Naturhanfseil in Kombination mit weichen Polstermöbeln geschaffen. Die Farbpalette basiert auf warmen, neutralen Farben, ergänzt durch zarte Rosa- und Grüntöne sowie die natürliche Farbe des Holzes. Dies verleiht dem Raum Eleganz und bewahrt gleichzeitig eine entspannte und einladende Atmosphäre.

Ergänzt wurde dies durch originelle Wandverkleidungen, die laut den Architekten maßgeblich zur Identität des Raumes beitragen, da sie Tiefe, Wärme und eine besondere haptische und künstlerische Note ins Interieur bringen. „Die neuen Wandverkleidungen verbinden optisch den bestehenden schmalen und langen Raum der Bar und gliedern ihn gleichzeitig in verschiedene, aber miteinander verbundene Bereiche. Durch die Kombination von Holz, haptisch ansprechenden Tapeten und einzigartigen künstlerischen Elementen wird der Raum aufgelockert und ein visuell interessanter Hintergrund für die Baratmosphäre geschaffen“, erklärten die Architekten.

Diese originellen, an Makramee erinnernden Wandverkleidungen aus Seil wurden vom slowenischen Künstlerduo Madidah Art entworfen. Ähnliche Elemente finden sich auch auf der Außenterrasse, wo sie als Raumteiler dienen und den Gästen Privatsphäre und Komfort bieten, während sie gleichzeitig als natürliches Material eine angenehme Wirkung entfalten.

Die Architekten integrierten auch üppige Grünpflanzen in den Innenraum. „Diese spielen eine wichtige Rolle bei der Schaffung einer entspannten, natürlichen Atmosphäre und mildern die architektonischen Linien des Raumes. Mit ihnen wollten wir die Grenze zwischen Innen und Außen verwischen und den mediterranen Charakter des Interieurs verstärken, während wir gleichzeitig zum Wohlbefinden und zur Behaglichkeit der Gäste beitragen“, beantworten sie die Frage nach der Funktion der Pflanzen im Interieur.

Räumliche und technische Herausforderungen

Eine der zentralen Herausforderungen bei der Gestaltung des Barkonzepts bestand laut den Architekten darin, der Bar innerhalb der bestehenden Hotelarchitektur eine klare Identität zu verleihen und gleichzeitig einen harmonischen Übergang zwischen Innen- und Außenbereich zu gewährleisten. Sie wollten eine Bar schaffen, die Gäste den ganzen Tag über anspricht. Die technische Herausforderung lag daher in der doppelten Nutzung des Raumes – tagsüber wie abends. Dies wurde durch die Trennung von Barista- und Cocktailbereich sowie durch eine stimmungsvolle Beleuchtung gelöst, die sich an die jeweilige Tageszeit und die Nutzung des Raumes anpasst.

Die Bar befindet sich im Zentrum des Raumes und bildet den Mittelpunkt des Geschehens. Der zum Hotelinneren gerichtete Teil ist mit einer Höhe von 90 cm bewusst niedriger gestaltet und einem modernen Barista-Tresen nachempfunden. Er empfängt die Gäste bei ihrem ersten Besuch nach dem Frühstück. Der zweite, zur Außenterrasse ausgerichtete Teil der Bar ist höher und hat den typischen Charakter einer Cocktailbar, der durch die mit Gläsern und Spirituosen gefüllte Barkrone noch verstärkt wird. Die zentrale Platzierung der Bar in dem schmalen, langgestreckten Raum ermöglichte zudem eine gleichmäßige Verteilung der Sitzplätze und die Schaffung verschiedener Sitzmöglichkeiten – vom Platz an der Bar über bequeme Sofas und Sessel bis hin zum langen Stehtisch ( Gemeinschaftstisch ), der in den letzten Jahren besonders beliebt geworden ist und die Interaktion zwischen den Gästen fördert.

Mediterraner Designausdruck

Laut den Befragten ist die Bar konzeptionell und gestalterisch eng mit der umfassenden Renovierung des Hotelinterieurs verbunden, die vor einigen Jahren begonnen wurde und eine klar definierte, eigenständige räumliche Identität innerhalb des Gesamtkonzepts etabliert hat. „Das Design ist in den weiteren urbanen Kontext von Split eingebettet und wird durch einen mediterranen Gestaltungsausdruck interpretiert, der auf der Verwendung natürlicher Materialien, der Integration von Vegetation und der Schaffung einer offenen, luftigen und entspannten Atmosphäre basiert. Der Raum dient somit nicht nur als funktionale Gastronomieeinheit, sondern als Raumerlebnis, das den lokalen Charakter und den Lebensrhythmus der Stadt subtil widerspiegelt“, erklärten die Architekten.

Sie fügen hinzu, dass sich ihre Architekturphilosophie in einem ganzheitlichen Raumkonzept widerspiegelt, bei dem Architektur, Interieur, Materialität und Details eine Einheit bilden. „Wir legen Wert auf die Schaffung von Atmosphären, die sowohl funktional als auch emotional ansprechend sind. Wir glauben an zeitloses Design, das auf Kontext, Nutzererfahrung und hochwertiger Ausführung basiert. Die Mint Bar vereint daher lokalen Charakter, modernen internationalen Ausdruck und hohen Komfort – die Grundlage unseres architektonischen und gestalterischen Ansatzes“, betonen sie. Gleichzeitig möchten sie, dass die Gäste die Bar mit einem Gefühl von entspanntem Luxus, Wärme und Behaglichkeit verlassen und ein Erlebnis mitnehmen, das mediterranen Charme mit anspruchsvollem Design verbindet. „Sie sollen den Raum als einen angenehmen, intimen und geselligen Ort in Erinnerung behalten, an dem sie jeden Moment genießen können – vom Morgenkaffee bis zum abendlichen Cocktail – und wo Ästhetik, Details und Atmosphäre zu einem ganzheitlichen, unvergesslichen Erlebnis verschmelzen. Eine Erinnerung, die Lust auf mehr macht“, fügen die Architekten hinzu.

Redaktion Tourismus
Bild: zVg.
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