Das Büro des slowenischen Bauingenieurs und prominenten Brückenbauers Marjan Pipenbaher hat einen internationalen Wettbewerb für den Entwurf einer markanten Brücke über die Bucht von Kaštela bei Split gewonnen, ein Projekt, das von kroatischen Medien als das „Goldene Tor“ des Landes bezeichnet wurde.

Pipenbaher Inženirji tat sich mit dem kroatischen Architekturbüro 3LHD zusammen, um das Projekt zu sichern und erhielt dafür ein Preisgeld von 60.000 Euro sowie einen Designvertrag über 500.000 Euro. Medienberichten zufolge gewann ihr Entwurf sieben von elf Stimmen in einer geheimen Abstimmung und setzte sich damit gegen zwölf anonyme Einsendungen durch.
Die geplante 1.600 Meter lange Brücke, die sich 55 Meter über dem Meer erhebt, wird Kaštel Sućurac mit dem Gebiet östlich der Split-Werft verbinden und eine neue Verkehrsachse für den gesamten Großraum Split schaffen.
Die Konstruktion wird zwei Fahrbahnen mit jeweils zwei Spuren sowie separate Fuß- und Radwege tragen und gleichzeitig einen ungestörten Schiffsverkehr unter der Hauptspannweite gewährleisten.
Über ihre Transportfunktion hinaus wird die Brücke auch als Versorgungskorridor dienen und Abwasser-, Wasserversorgungs-, Strom- und Telekommunikationsinfrastruktur integrieren – eine strategische Ergänzung für die schnell wachsende Küstenregion.
Das siegreiche Konsortium schätzte die Baukosten auf 223 Millionen Euro und die prognostizierten Instandhaltungskosten über einen Zeitraum von 100 Jahren auf 125 Millionen Euro.
Das Projekt stellt einen weiteren hochkarätigen Erfolg für Pipenbaher dar, dessen Firma auch federführend bei der Planung der 2,4 Kilometer langen Pelješac-Brücke war, die 2022 eingeweiht wurde.
Die von der EU finanzierte Brücke verband Kroatiens südlichstes Gebiet wieder mit dem Festland und wurde sowohl zu einem Symbol moderner kroatischer Infrastruktur als auch zu einem Vorzeigeprojekt slowenischer Ingenieurskunst.
Redaktion Wirtschaft Bild: Hrvastke Ceste





