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Wichtiger Schritt zur Rettung von Fischarten vor dem Aussterben unternommen

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Der Sterlet, eine im Donaubecken heimische Fischart, ist ein wichtiger Indikator für die Gesundheit von Lebensräumen. Seine Bestände sind jedoch aufgrund von Überfischung und Lebensraumverlust stark zurückgegangen. Slowenien hat sich nun Österreich und Ungarn angeschlossen, um Fischzuchtstationen zu eröffnen und diese kleine Störart vor dem Aussterben zu bewahren.

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Sloweniens erste Fischzuchtstation, die sich der Wiederansiedlung des Sterlets, einer der am stärksten gefährdeten Fischarten, widmet, wurde am Fluss Mur im Nordosten des Landes eröffnet.

Das Gehege beherbergt mehrere tausend junge Sterlets, die in den kommenden Jahren nach und nach in den Fluss freigelassen werden. Ziel ist es, bis 2030 eine stabile Sterlet-Population in dem Gebiet zu etablieren.

Die Fischzuchtstation wurde im Rahmen des internationalen Artenschutzprojekts LIFE-Boat 4 Sturgeon eingerichtet, das das Aussterben der verbliebenen vier Störarten im Donaubecken verhindern soll. Ähnliche Fischzuchtstationen existieren bereits in Österreich und Ungarn.

Laut Polona Pengal vom Revivo-Institut, dem slowenischen Partner in dem Projekt, ist die Fischzuchtstation ein großer Schritt für Slowenien, der das Land auf eine Stufe mit anderen Ländern stellt, die Naturschutzprojekte durchführen und vom Aussterben bedrohte Arten wieder einführen.

Der Sterlet spielt eine Schlüsselrolle im Ökosystem des Flusses und gilt als wichtiger Indikator für dessen Gesundheit. Seine Wiederansiedlung wird dazu beitragen, das Artengleichgewicht in der Mura wiederherzustellen, sagte Pengal.

Die Fische wurden bereits mehrmals zuvor in den Fluss ausgesetzt, unter anderem im März, als Schüler von Grundschulen in Gornja Radgona und Apače dies anlässlich des Weltwassertags taten. Die Sterlets wurden in Schulaquarien im Rahmen eines Projekts zur Sensibilisierung für die Bedeutung des Naturschutzes aufgezogen.

Der von den Einheimischen als „Mura-Drache“ bezeichnete Sterlet gilt als lebendes Fossil, da er aus der Triaszeit stammt, die vor etwa 252 Millionen Jahren begann und rund 50 Millionen Jahre dauerte. Das bedeutet, dass das Aufzuchtprojekt eine Fischart rettet, die bereits zu Zeiten der Dinosaurier existierte.

Die Fischzuchtstation in der Region Apače nutzt das Wasser der Mura. Dadurch prägen sich die Fische die chemischen Eigenschaften des Wassers ein und erkennen den Fluss als ihr natürliches Ökosystem. Nach Erreichen der Geschlechtsreife kehren die Fische zum Laichen in ihren Heimatfluss zurück, da sie ihn als sicheren Lebensraum für das Überleben ihrer Jungen betrachten.

Redaktion Natur und Umwelt
Bild: zVg.
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