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Neue Sicherheitsmaßnahmen sollen Behinderungen auf slowenischen Autobahnen verringern

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Die Regierung hat die nationale Autobahngesellschaft angewiesen, eine Reihe zusätzlicher Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, nachdem es auf einem Baustellenabschnitt der Autobahn, die die Hauptstadt Ljubljana mit dem Rest des Landes und der Küste verbindet, zu stundenlangen Verzögerungen durch Unfälle gekommen war.

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Die A1, die von Koper bis zum Grenzübergang Šentilj nach Österreich im Osten verläuft, ist aufgrund des hohen Lkw-Verkehrs, der regelmäßig von und nach Luka Koper, Sloweniens einzigem Güterhafen, abfährt, besonders stark frequentiert. Neben Pendlern und Wochenendausflüglern ist diese wichtige Transitstrecke auch stark vom Urlaubsverkehr aus anderen Ländern frequentiert.

In einer Zeit, in der Europäer zunehmend mit dem Auto statt mit dem Flugzeug in ihren Urlaub fahren, wird die Situation auf den slowenischen Autobahnen durch die vielen Baustellen im ganzen Land und die täglich gemeldeten Verkehrsunfälle noch verschärft.

Chaos epischen Ausmaßes

Die Situation spitzte sich nach den Maifeiertagen zu, als zwei Autounfälle an einer Baustelle in der Nähe von Postojna stundenlange Staus verursachten und heftige Proteste von Wirtschafts- und Speditionsvertretern sowie der Öffentlichkeit auslösten. Ein Wirtschaftsverband bezeichnete die Situation als „Chaos epischen Ausmaßes“.

Unter Berufung auf die Polizei von Koper berichteten die Medien, dass es in einem Zeitraum von gut zwei Monaten auf einem 15 Kilometer langen Abschnitt hinter Postojna fast 50 Unfälle gegeben habe, darunter auch Unfälle an Autobahnausfahrten und -auffahrten.

Am 4. Mai musste der Abschnitt für über zehn Stunden gesperrt werden, nachdem ein Lkw umgekippt und einen Bus gerammt hatte. Da der Lkw Schweinekadaver transportierte, war eine tierärztliche Untersuchung erforderlich. Der zuständige Beamte traf jedoch erst nach Stunden am Unfallort ein, was die Aufräumarbeiten erheblich verzögerte.

Zu schnelles Fahren und zu dichtes Auffahren werden für Unfälle verantwortlich gemacht.

Während die Veterinärbehörde eigene Ermittlungen einleitete, ordnete der Infrastrukturminister Berichte und einen Maßnahmenplan der Autobahngesellschaft DARS und der Polizei an. Der am 15. Mai von Beamten vorgelegte Bericht kam zu dem Schluss, dass überhöhte Geschwindigkeit und zu geringer Abstand die Hauptursachen für die Unfälle und Verkehrsbehinderungen waren.

Die scheidende Infrastrukturministerin Alenka Bratušek erklärte, dass zwar einige kleinere Mängel bei DARS festgestellt wurden, diese jedoch die allgemeine Verkehrssicherheit nicht wesentlich beeinträchtigten und größtenteils behoben worden seien. Die Überprüfung habe vielmehr eine weit verbreitete Missachtung von Geschwindigkeitsbegrenzungen und Sicherheitsabständen durch die Fahrer aufgezeigt.

Der stellvertretende Polizeipräsident Beno Meglič berichtete, dass es am Unfallort Postojna zwischen dem 1. März und dem 8. Mai 29 Unfälle gab, darunter einen mit Schwerverletzten und 26 mit Sachschaden. Er bestätigte, dass die polizeilichen Analysen überhöhte Geschwindigkeit und zu geringen Abstand kurz vor den Engstellen als Hauptursachen identifizierten.

Meglič unterstrich das Ausmaß der Verstöße der Fahrer und sagte, die Polizei habe allein am vergangenen Wochenende an diesem Ort 688 Geschwindigkeitsübertretungen registriert, obwohl es in diesem Zeitraum zu keinen Unfällen gekommen sei.

Meglič kündigte eine verstärkte Polizeipräsenz und häufigere Geschwindigkeitskontrollen an und rief die Fahrer zur Geduld auf. Er warnte davor, dass Spurwechsel in verengten Abschnitten weiterhin besonders gefährlich seien.

Neue Sicherheitsmaßnahmen eingeführt

Um die Situation zu entschärfen, hat die Regierung DARS angewiesen, umgehend eine Reihe von verkehrsberuhigenden Maßnahmen umzusetzen. Dazu gehören ein striktes Überholverbot in Fahrstreifenwechselzonen, deutlichere gelbe Fahrbahnmarkierungen, Aufklärungskampagnen für die Öffentlichkeit sowie die Installation von Bremsschwellen und digitalen Geschwindigkeitsanzeigen vor Baustellen.

Bratušek erklärte, diese Maßnahmen würden bereits im problematischen Baustellenabschnitt bei Postojna umgesetzt. Zusätzlich werde der Übergangsbereich, der den Verkehr auf die Gegenfahrbahn umleitet, um 30 Meter verlängert, um einen sanfteren und stufenweiseren Fahrstreifenwechsel zu ermöglichen.

DARS wurde außerdem angewiesen, die Baufristen für laufende und zukünftige Projekte so weit wie möglich zu verkürzen. Gleichzeitig werden Experten die von der Verkehrssicherheitsbehörde erarbeiteten langfristigen Empfehlungen prüfen, um festzustellen, ob die zehn Jahre alten nationalen Richtlinien für Autobahnbaustellen aktualisiert werden müssen.

Auf die Forderungen der Öffentlichkeit, Straßenbauarbeiten nachts durchzuführen, um die Verkehrsstaus tagsüber zu verringern, wies der Geschäftsführer des Autobahnunternehmens, Andrej Ribič, auf einen gravierenden Mangel an qualifizierten Bauarbeitern hin und erklärte, dass es den Bauunternehmen manchmal schwerfalle, auch nur eine einzige Schicht zu besetzen.

Redaktion Politik
Bild: ADAC
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