Der Bleder See und der Bohinjer See sind zwei Alpenseen mit ganz unterschiedlichem Charakter. Der eine ist lebhaft und geschäftig, der andere ruhig und beschaulich. Ein neuer Radweg verbindet die beiden beliebten Reiseziele und macht es nun einfacher, sie mit dem Fahrrad zu erkunden.

Nach jahrelanger Planung ist der neu fertiggestellte Abschnitt zwischen Bled und Bohinjska Bistrica etwa 20 Kilometer lang und schließt an eine bestehende Radroute an, die weiter zum Bohinjer See führt. So entsteht eine ununterbrochene 28 Kilometer lange Radstrecke.
Die Route folgt größtenteils dem malerischen und erfrischenden Fluss Sava Bohinjka und führt durch Wälder, Wiesen und kleine Alpendörfer mit Blick auf die umliegenden Berge. Manchmal verläuft sie so nah am Fluss, dass die Radfahrer fast direkt vom Rad ins Wasser springen können, um sich abzukühlen.
Radreiseführer heben diesen Korridor schon lange als eine der landschaftlich schönsten Strecken im Nordwesten Sloweniens hervor, doch bis jetzt bestand der größte Teil der Reise darin, sich stark befahrene und recht schmale Straßen mit Autos und Bussen zu teilen.
Die Fahrt ermöglicht es Besuchern nun auch, Bled und Bohinj an einem Tag zu kombinieren, ohne auf ein Auto angewiesen zu sein. Bled ist bekannt für seine Inselkirche, die Burg und die lebhafte Seepromenade, während Bohinj eine ruhigere Atmosphäre, eine spektakuläre Bergkulisse und direkten Zugang zum Triglav-Nationalpark bietet.
Der größte Teil des Weges ist vom motorisierten Verkehr getrennt und verläuft in sanftem Gelände entlang des Flusstals, wodurch er sich für eine breite Palette von Radfahrern eignet, darunter Familien und Freizeitradler.
Es gibt noch einige vorübergehende Einschränkungen. Ein Abschnitt in der Nähe des Dorfes Obrne ist weiterhin von Erdrutschreparaturen betroffen, was bedeutet, dass Radfahrer kurz die Regionalstraße benutzen müssen, bevor sie wieder auf den separaten Radweg gelangen können. Außerdem fehlen auf einem kurzen Abschnitt auf der Bohinjer Seite noch die Steinschlagschutzbarrieren.
Dennoch verwandelt die neue Verbindung, ein 25 Millionen Euro teures Projekt, das ehemals ein Flickwerk aus Straßen und Radwegen in eine wesentlich zusammenhängender Route zwischen den beiden bekanntesten Alpenseen Sloweniens.
Redaktion Tourismus Bild: zVg.





