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Die Wölfe sind nach Pohorje zurückgekehrt

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Nach mehreren Jahrzehnten sind die Wölfe in die Pohorje-Region zurückgekehrt. Laut dem slowenischen Forstdienst ist ihre Anwesenheit ein wichtiges Zeichen für eine gesunde Natur, dennoch ist Vorsicht geboten. Angriffe auf Menschen sind ansonsten selten, und Viehhalter haben die meisten Probleme mit Wölfen.

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„Pohorje bietet mit all seinen Eigenschaften ideale Bedingungen für ein bis zwei Wolfsrudel“, so der Forstdienst. Dort hat sich derzeit ein stabiles Rudel aus sieben erwachsenen Wölfen und den Welpen des letzten Jahres gebildet. Jagdplaner Miha Mrakič ergänzt , dass es möglich sei, dass die Nachkommen des Pohorje-Rudels in benachbarte Waldgebiete ausweichen, um neues Territorium zu finden. 

Wölfe sind ein wichtiger Bestandteil unserer Wälder, wurden aber in der Vergangenheit systematisch bejagt, sodass sie nur noch in den Regionen Kočevje und Notranjska überlebten, und selbst dort nur in geringer Zahl. Erst nachdem die Art Anfang der 1990er-Jahre unter Schutz gestellt wurde, erholte sich der Bestand etwas und breitete sich in die Alpen und das Voralpengebiet aus. Laut dem Institut leben derzeit etwa 135 Wölfe in Slowenien.

Das Institut ist überzeugt, dass die Angst vor Wölfen unbegründet ist. Da wir sie seit Jahrtausenden verfolgen, meiden sie uns und sehen uns nicht als potenzielle Beute. Begegnungen mit ihnen sind daher meist selten und kurz. „Die Angst vor Wölfen aufgrund verschiedener Mythen über ihre Blutgier ist durchaus verständlich, aber Wölfe sind im Allgemeinen nicht gefährlich für Menschen und meiden sie. Sollte es dennoch zu einer Begegnung kommen, bewahren Sie Ruhe, machen Sie auf sich aufmerksam und ziehen Sie sich zurück. Wenn Sie im Wald spazieren gehen, führen Sie Ihren Hund bitte immer an der Leine. In Slowenien ist uns kein Fall bekannt, in dem ein Wolf einen Menschen angegriffen hat“, betonte Igor Kopše , Leiter der Regionalstelle Maribor des slowenischen Forstdienstes.

Wölfe richten den größten Schaden bei Nutztierhaltern an, insbesondere bei Kleintieren. Der Einsatz von Hochspannungsnetzen und anderen Schutzmaßnahmen ist daher sehr wichtig. „Die Maßnahmen wirken, man muss sie nur konsequent umsetzen“, sagt Kleintierhalter Matej Lončar , der die Schutzmaßnahmen bereits seit mehreren Jahren erfolgreich anwendet.

Angriffe auf Nutztiere sind in der Region Pohorje selten. „Solche Einzelfälle sind zu erwarten, wenn ein Wolf auf schwache oder ungeschützte Tiere trifft“, betonte Izidor Cojzer , Leiter des Sonderjagdgebiets Pohorje und zuständiger Sachverständiger für Schadensbewertung. Es sei daher unerlässlich, fügte er hinzu, dass Tierhalter jeden solchen Vorfall umgehend dem slowenischen Forstamt melden.

Redaktion Natur und Umwelt
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