Ab April werden in Bled neue Elektrofahrzeuge namens Tinček verkehren. Der Transport ist in erster Linie für die lokale Bevölkerung gedacht, um sie bei ihren täglichen Erledigungen zu unterstützen. Wenn jedoch nicht genügend Fahrgäste benötigt werden, können die Minibusse auch Touristen befördern.

Nach dem Vorbild einiger anderer slowenischer Städte hat auch Bled beschlossen, zwei Elektrofahrzeuge anzuschaffen. Diese sollen die Einwohner von Bled, insbesondere ältere Menschen, Menschen mit körperlichen Einschränkungen und Familien mit kleinen Kindern, im Stadtverkehr befördern und ihnen den Weg zum Einkaufen, ins Büro und zum Arzt erleichtern. Die Kleinbusse, die in Ljubljana „Kavalir“, in Kranj „Kranvaj“, in Maribor „Maister“, in Piran „Maestro“ und in Koper „Kurjerca“ genannt werden, bieten Platz für bis zu fünf Personen. Die Stadt Bled finanzierte die Anschaffung mit Mitteln aus dem Ökofonds, der knapp 128.000 Euro beisteuerte. Den Restbetrag von knapp 200.000 Euro, den beide Fahrzeuge zusammen kosteten, steuerte die Stadt selbst bei.
Die Familie Tinček fährt keine festgelegte Route. Sie können durch Winken am Straßenrand angehalten oder telefonisch unter 051-404-777 bestellt werden. Ihre Fahrten beginnen am 9. April mit der feierlichen Eröffnung des Mrak-Anwesens in Bled. In der Nebensaison sind sie wochentags von 8 bis 16 Uhr und samstags bis 13 Uhr unterwegs. Von Juni bis August fahren sie täglich von 8 bis 18 Uhr.
Laut Bleds Bürgermeister Anton Mežan wird ihr Einsatzgebiet zunächst die gesamte Gemeinde umfassen. Im Laufe der Zeit werde sich dann zeigen, wo der Bedarf am größten ist. Da Bled oft dafür kritisiert wird, alles für Touristen zu tun, betonte der Bürgermeister, dass die Minibusse in erster Linie für Einheimische gedacht seien. Sollten sie jedoch frei sein, könnten sie auch Gäste mitnehmen. „Wir wollen daraus aber kein kostenloses Taxi machen, sondern einen wirklich guten Service“, fügte Mežan hinzu.
In diesem Zusammenhang erklärte Blaž Veber, Direktor von Bled Tourism, dass der Tourismus ein Dreieck darstellt, das nicht nur Touristen und Besucher, sondern auch die lokale Bevölkerung betrifft. Diese leidet unter Verkehrsstaus und hat Schwierigkeiten, verschiedene Einrichtungen wie das Gesundheitszentrum, die Apotheke oder die Post zu erreichen. Veber ist daher zuversichtlich, dass Tinček vielen in solchen Fällen helfen wird.
Hinter dem Namen steckt eine Geschichte.
„Das hat mich richtig geärgert, und ich habe sofort bei der Gemeinde angerufen, um zu fragen, was sie denn zur Auswahl hätten, da sie ja noch Tinček hatten“, sagte Zalokar mit einem Augenzwinkern. Er erinnerte sich auch noch daran, wie sie früher die Gerste zur Mühle in Grabnars Tinček transportiert hatten.
Tinček wird in Bled von den frisch pensionierten Einheimischen Rajko Valant und Matjaž Černi gefahren, der schöne Erinnerungen an Grabnars Tinček hat, da er sie und ihre Mutter wenige Tage nach seiner Geburt vom Kreißsaal in Jesenice nach Hause fuhr.
Redaktion Service Bild: Eva Branc





