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Die abwechslungsreichen Landschaften von Sloweniens neuestem Wanderweg

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Wanderer, die die Natur Sloweniens erkunden möchten, zieht es meist in die Alpen. Doch es gibt einen anderen, oft übersehenen Teil des Landes mit ebenso unberührter Natur, ebenso atemberaubenden Ausblicken und einer Art von Ruhe, die auf überfüllten Alpenwanderwegen oft schwer zu finden ist.

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Die beiden Gebirgszüge Pohorje und Kozjak schmiegen sich an die Drau im Nordosten Sloweniens. Sie sind seit langem bei Einheimischen beliebt und wurden nun durch einen neuen, 187 Kilometer langen Fernwanderweg, den Pohorje-Kozjak-Wanderweg, verbunden, der Naturliebhabern ein unvergleichliches Erlebnis bietet.

Der Wanderweg ist in 20 Etappen unterteilt. Die gesamte Route nutzt gut ausgebaute, bereits bestehende Bergpfade, wurde aber kürzlich mit über 150 Wegpunkten und 1.200 Wegmarkierungen modernisiert und so gestaltet, dass Besucher alle wichtigen Sehenswürdigkeiten der Region erkunden können, anstatt nur den schnellsten Weg durch die Gebirgskette zu finden.

Das ruhige Pohorje

Der Pohorje-Abschnitt am rechten Drauufer erstreckt sich über 85 Kilometer und ist in zehn Etappen in etwa 27 Stunden zu bewältigen. Der Weg schlängelt sich größtenteils durch den Gipfelbereich des Gebirges, der aufgrund seiner enormen Ausdehnung eher einem Plateau gleicht.

Während rund um beliebte Skigebiete wie Mariborsko Pohorje, Trije Kralji und Rogla eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur vorhanden ist, gleicht ein Großteil des Wanderwegs einer Art Waldtherapie, da sich die Pfade durch dünn besiedelte Gebiete mit dichten Fichten- und Buchenwäldern schlängeln.

In Pohorje geht es nie um Aussichten – obwohl es einige spektakuläre Panoramen gibt – sondern um das Eintauchen in die tiefe Stille des Waldes entlang sanft abfallender Hänge.

Diese Meditationspfade sind gespickt mit Dutzenden von Sehenswürdigkeiten, für die Wanderer teilweise kleine Umwege vom Hauptweg in Kauf nehmen müssen.

Der Urwald von Šumik ist ein seltenes Überbleibsel dessen, wie die Wälder der Region vor Jahrhunderten aussahen, bevor der Mensch begann, das Holz für die Holzkohle- und Glasherstellung zu nutzen. Die Hauptattraktion ist der 25 Meter hohe Wasserfall Veliki Šumik, der sich in einer tiefen Schlucht verbirgt.

Und dann sind da noch die Seen. Der Schwarze See (Črno jezero) und sein weniger bekannter Nachbar, der Stille See (Tiho jezero), dienten einst als Wasserspeicher für Holzfäller, die die Gebirgsbäche nutzten, um Holz ins Tal zu transportieren. Heute bieten sie seltenen Vogel- und Pflanzenarten einen Lebensraum.

Noch beeindruckender ist das Lovrenc-Moor, ein seltenes und geschütztes Hochmoor, das mit zwei Dutzend Seen und kleinen Seen übersät ist.

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Pohorje war während des Zweiten Weltkriegs auch ein wichtiges Versteck für den Partisanenwiderstand, und es gibt Dutzende von Denkmälern für die Gefallenen, darunter eines der bekanntesten Denkmäler für das Bataillon von Pohorje.

Unbekannter Kozjak

Kozjak, das über eine kurze Taletappe durch die Stadt Dravograd mit Pohorje verbunden ist, bietet auf seinen 120 Kilometern Wanderwegen ein völlig anderes Erlebnis.

Geologisch unterscheidet es sich von seinem größeren Gegenstück auf der anderen Flussseite: Es hat niedrigere Gipfel und ist zerklüfteter und steiler, aber es ist ein Mosaik aus Wäldern, Wiesen und vereinzelten Bauernhöfen.

Wanderer können sich hier auf spektakuläre Panoramablicke freuen, nicht nur auf Pohorje auf der anderen Flussseite, sondern auch auf Österreich im Norden, da ein Teil des Weges direkt entlang der slowenisch-österreichischen Grenze verläuft. Entlang der Strecke befinden sich außerdem jahrhundertealte Kirchen, darunter die berühmte und malerische Heiliggeistkirche aus dem 17. Jahrhundert in Sv. Duh na Ostrem Vrhu, ein beliebter Pilgerort für Gläubige aus Österreich und Slowenien.

Im Gegensatz zu Pohorje, wo die Unterkünfte auf Berghütten und Hotels beschränkt sind, gibt es in Kozjak auch eine Vielzahl von Touristenbauernhöfen, die nicht nur Erholung, sondern auch frische lokale Speisen und Getränke bieten.

Im Abschnitt Kozjak geht es mehr um das Erleben der lokalen Kultur und die Verbindung mit den Menschen und der Landschaft als um unberührte Natur, aber er bietet einen einzigartigen Einblick in einen Teil des ländlichen Sloweniens, der selten auf der touristischen Landkarte zu finden ist.

Praktische Informationen

Der Wanderweg ist so angelegt, dass er in Maribor beginnt. Von dort aus können die Besucher entweder im Uhrzeigersinn fahren und zuerst Pohorje besichtigen oder gegen den Uhrzeigersinn fahren und zuerst Kozjak in Angriff nehmen.

Da aber wohl nur wenige die gesamte Strecke in Angriff nehmen werden, sind einige der Endpunkte der Etappen mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, sodass es den Besuchern leichtfällt, nur eine oder mehrere Etappen auf einmal zu bewältigen.

Beide Gebirgszüge sind deutlich niedriger als die Alpengipfel, die Wege sind gut markiert und größtenteils einfach, aber ein Großteil der Strecke liegt weit über 1000 Metern über dem Meeresspiegel und erfordert eine gute Wanderausrüstung sowie Regenschutz.

Wer eine mehrtägige Tour plant, sollte seine Unterkunft im Voraus buchen. Es gibt zahlreiche Berghütten in beiden Gebirgszügen, einige sind jedoch dauerhaft geschlossen, andere nur von Freitag bis Sonntag geöffnet. Wildcampen ist nicht gestattet.

Hier finden Sie den Bühnenplan und können die Dateien für Ihre Handy-Apps herunterladen.

Redaktion Tourismus
Bild: STA
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