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Neue Plattform soll zum Schutz des slowenischen Meeres beitragen

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Slowenien besitzt zwar eine kurze Küstenlinie, kann aber eine vielfältige Meeresfauna beherbergen. Eine neue Bürgerwissenschaftsplattform bietet Besuchern und Einheimischen die Möglichkeit, durch das Teilen ihrer Beobachtungen von Wildtieren und Küstenbedingungen zum Schutz und zur Erforschung dieser Artenvielfalt beizutragen.

Das slowenische Istrien auf 25 hochglanz-Seiten. 

Die vom Konsortium Connected for the Sea ins Leben gerufene Plattform ist unter zamorje.si verfügbar und ermöglicht es jedem, der Zeit an der slowenischen Küste verbringt, Sichtungen einzureichen, die direkt die wissenschaftliche Forschung, Naturschutzbemühungen und evidenzbasierte Entscheidungsfindung unterstützen.

„Je mehr Augen das Meer beobachten, desto mehr können wir entdecken“, sagt Irena Fonda, Direktorin des YouSea Instituts, einem der Gründungspartner des Konsortiums.

Großes Potenzial der Bürgerwissenschaft

Sloweniens Küste ist zwar nur 47 Kilometer lang, zieht aber täglich Tausende von Besuchern an, insbesondere in den wärmeren Monaten. Fonda betont, dass die Plattform zur größten marinen Biodiversitätsdatenbank des Landes werden könnte, wenn jeder Besucher auch nur eine einzige Beobachtung pro Jahr beisteuern würde.

Nutzer können Sichtungen von Meerestieren melden, darunter Delfine, Meeresschildkröten, Fische, Krebse, Seevögel, Algen und Vögel. Sie können auch Umweltprobleme wie Meeresmüll, Ölverschmutzung, falsch verankerte Boote oder gestrandete und tote Meerestiere melden.

Das Einreichen einer Beobachtung ist einfach. Nutzer wählen Ort und Zeit aus, laden ein Foto oder ein kurzes Video hoch und geben grundlegende Informationen zu ihrer Beobachtung an. Alle Beiträge sind sofort für Forscher und andere Plattformnutzer zugänglich.

Fonda weist darauf hin, dass Wissenschaftler und Naturschützer nicht überall gleichzeitig sein können. „Die Stärke der Bürgerwissenschaft liegt darin, Experten mit der Öffentlichkeit zu verbinden“, sagt sie.

Zusammenarbeit mehrerer Organisationen

Das Konsortium „Connected for the Sea“ vereint das YouSea Institute, die Morigenos Marine Mammal Society sowie die Institute NOMED und IZRIIS. Die Plattform wird vom National Institute of Biology unterstützt, das die Website auf seinen Servern hostet.

Das Konsortium erklärt, diese Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen und Naturschutzorganisationen bilde eine solide Grundlage für die langfristige Überwachung und den Schutz der slowenischen Meeresumwelt.

Die Initiative wird vom Ministerium für Inneres und öffentliche Verwaltung im Rahmen des Programms 2024 zur Förderung der Entwicklung, Professionalisierung und des ehrenamtlichen Engagements von Nichtregierungsorganisationen mitfinanziert.

Anzeichen für die Erholung des Meeres

Die neue Plattform wurde genau zu dem Zeitpunkt ins Leben gerufen, als lokale Meeresbiologen ermutigende Anzeichen der Erholung in den gefährdeten Ökosystemen des Meeres meldeten. Eine der aufregendsten jüngsten Entdeckungen war die Rückkehr des Mittelmeer-Federsterns.

Obwohl sein Name an eine Pflanze erinnert, ist der Haarstern in Wirklichkeit ein Meerestier, dessen Vorkommen als wertvoller Indikator für eine gut erhaltene Meeresumwelt gilt.

Forscher der Meeresstation des Nationalen Instituts für Biologie in Piran haben einen Anstieg der Sichtungen bestätigt, nachdem die Art jahrelang in slowenischen Gewässern fast vollständig abwesend war. Allerdings liegen ihnen noch keine Daten vor, die ihre plötzliche Rückkehr erklären.

Auch für eine andere Art, die zum Symbol für die ökologischen Herausforderungen des Mittelmeers geworden ist – die edle Steckmuschel –, herrscht vorsichtiger Optimismus.

Einst in der gesamten Region weit verbreitet, wurde die Riesenmuschel durch einen Krankheitsausbruch dezimiert, der die Bestände im gesamten Mittelmeerraum auslöschte. In slowenischen Gewässern überlebte nur ein einziges bekanntes Exemplar.

Nun haben Forscher an mehreren Stellen entlang der Küste mehrere junge Steckmuscheln entdeckt, die jeweils etwa zehn Zentimeter groß sind.

Laut Manja Rogelja, Leiterin des Aquariums von Piran, handelt es sich hierbei um die ersten erfolgreich angesiedelten jungen Steckmuscheln seit 2022. Sie warnt jedoch, dass die Population aufgrund hoher Sterblichkeitsraten bei Jungtieren weiterhin stark gefährdet sei.

Redaktion Natur und Umwelt
Bild: STA
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