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Neuer Regionalpark zum Schutz alter Wälder und Prärien gegründet

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Die Region Snežnik im Süden Sloweniens ist vor allem für ihre ausgedehnten, unberührten Wälder und ihre Karstlandschaft bekannt – ein Treffpunkt mediterraner, alpiner und dinarischer Einflüsse. Mehr als ein Jahrhundert, nachdem die Idee erstmals aufkam, wurde nun ein neuer Regionalpark, der fünfte des Landes, eingerichtet, um dieses Gebiet besser zu schützen.

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Ein Großteil des Gebiets steht bereits unter Naturschutz, aber die Einrichtung des Regionalparks Snežnik, ein wichtiger Meilenstein, werde einen ganzheitlichen Ansatz für das Naturschutzmanagement gewährleisten, erklärten die lokalen Behörden.

Der neue Park wird sich über fast 22.000 Hektar rund um das Snežnik-Massiv erstrecken, eine Fläche, die einem Prozent des slowenischen Staatsgebiets und fast der Hälfte der Gesamtfläche der Gemeinde Ilirska Bistrica entspricht. Der größte Teil des Schutzgebiets besteht aus dünn besiedelter Wildnis.

Der Berg Snežnik, eines der wichtigsten Wahrzeichen der Region und der höchste nicht-alpine Gipfel Sloweniens, ragt 1.796 Meter über dem Meeresspiegel empor und bietet atemberaubende Ausblicke. Bei gutem Wetter reicht die Sicht von dort bis zu den Julischen Alpen Sloweniens, den Dolomiten in Italien und den kroatischen Inseln.

Das Gebiet um Snežnik umfasst UNESCO-geschützte Tannen-Buchenwälder, über 300 Karsthöhlen und -schluchten sowie mehrere periodisch austrocknende Seen. Es ist außerdem Heimat von Braunbären, Wölfen, Luchsen, Hirschen und verschiedenen Vogelarten.

Es handelt sich um ein sehr beliebtes Wandergebiet, und die Einrichtung des Regionalparks zielt darauf ab, den nachhaltigen Tourismus sowie die bereits in der Region bestehenden nachhaltigen Weidepraktiken weiter zu fördern.

Ideen zum Schutz des Snežnik-Gebiets reichen mehr als 100 Jahre zurück.

Der Gemeinderat der Stadt Ilirska Bistrica, dem urbanen Zentrum der Region, genehmigte die bedeutende Naturschutzmaßnahme am 18. Juni nach einer jahrzehntelangen Verzögerung, nachdem der Staat einen ähnlichen Vorschlag unterbreitet hatte.

Vorschläge zum Schutz des Snežnik-Gebiets reichen jedoch über ein Jahrhundert zurück. Bereits 1907 schlug der slowenische Naturforscher und Naturschutzpionier Albin Belar vor, das Gebiet zusammen mit dem Triglav-Seental im Nordwesten Sloweniens unter Schutz zu stellen.

Während das Triglav-Seental 1924 zum Schutzgebiet erklärt wurde und das weitere Gebiet 1961 zum Nationalpark wurde, dauerte es mehr als ein Jahrhundert von der ersten Idee bis zur Gründung des Regionalparks Snežnik.

Enge Zusammenarbeit mit Einheimischen führt zu Ergebnissen

Ein Grund für den Erfolg des Projekts der Stadtverwaltung von Ilirska Bistrica ist die enge Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung. „Um sicherzustellen, dass der Park auf die Bedürfnisse der Anwohner zugeschnitten wird, haben wir während des gesamten Prozesses offen mit Anwohnern, Landwirten, Grundbesitzern und Experten zusammengearbeitet“, so Bürgermeister Gregor Kovačič, promovierter Geologe.

Um mögliche Konflikte mit der lokalen Bevölkerung zu vermeiden, gehören weder nahegelegene Dörfer noch einige der fruchtbarsten landwirtschaftlichen Flächen der Region zum Regionalpark. Darüber hinaus bleiben die bestehenden Forst- und Landwirtschaftspraktiken weitgehend unverändert.

Kovačič sagte zuvor gegenüber der Zeitung Dnevnik, dass der neue Park eine gezielte Entwicklung der touristischen Infrastruktur, neue Rad- und Wanderwege sowie Besucherzentren, neue Arbeitsplätze und Einnahmequellen mit sich bringe.

Er wünscht sich, dass der Park, der an die Prärien aus den amerikanischen Westernklassikern erinnert, zur treibenden Kraft der Gemeindeentwicklung wird und gleichzeitig sensible Lebensräume erhalten bleiben.

Redaktion Natur und Umwelt
Bild: zVg.
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