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Die Ausstellung bietet Einblicke in Gefängniszellen aus der kommunistischen Ära

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Hinter den Mauern eines Gebäudes im Zentrum von Ljubljana, nur einen Block vom Parlamentsgebäude entfernt, rückt eine neue Ausstellung ein traumatisches Kapitel der slowenischen Nachkriegsgeschichte wieder ins Licht.

Beim Betreten des Untergeschosses des Gebäudes in der Beethovnova-Straße 3, gegenüber dem Verfassungsgericht des Landes, können Besucher einen Teil der Qualen nachempfinden, die Menschen empfanden, die in geheimen Zellen festgehalten wurden, von denen man annimmt, dass sie von der Geheimpolizei der kommunistischen Ära betrieben wurden.

Die Ausstellung „Im Schatten von Beethovnova“ beleuchtet die Geschichte der Strafanstalten Ljubljanas vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis Mitte der 1950er Jahre. Sie erzählt nicht nur die Geschichte von Beethovnova 3, sondern untersucht auch das gesamte System der Gefängnisse und Haftanstalten, die in den frühen Jahren des sozialistischen Jugoslawien in der Stadt existierten.

Ein Gebäude, das sich erinnert

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Die Ausstellung wurde von Justizminister Mihael Zupančič und Tomaž Ivešić, dem Direktor des Studienzentrums für Nationale Versöhnung, im Vorfeld des Europäischen Tages des Gedenkens an alle Opfer totalitärer und autoritärer Regime am 23. August eröffnet. Sie ist bis zum 1. Oktober für Besucher geöffnet.

Minister Zupančič betonte, dass der Ort selbst ein wichtiger Teil der Geschichte sei.

„Hinter den Mauern dieses Gebäudes verbargen sich einst die Geschichten von Menschen, die nicht nur ihre Freiheit, Sicherheit und Würde verloren, sondern oft auch ihr Recht, gehört zu werden, ihr Recht auf ein faires Verfahren und sogar das Recht, dass ihr Schicksal bekannt wird“, sagte er. „Diese Ausstellung ruft ihre Geschichten zurück in unser kollektives Gedächtnis.“

Für den Minister wirft die Geschichte des Ortes auch eine grundlegendere Frage nach dem Wesen der Gerechtigkeit auf. Das Justizsystem, so argumentierte er, sei mehr als eine Ansammlung von Institutionen, Gesetzen und Verfahren: Sein letztendliches Maß sei der Umgang mit Menschen. „Gerade an Orten wie diesem wird der Unterschied zwischen Rechtsstaatlichkeit und Willkür am deutlichsten sichtbar.“

Er bezeichnete die Lage der Ausstellung in den originalen  Gefängniszellen als eine ihrer größten Stärken und fügte hinzu, dass sie sowohl als Tribut an die dort Leidenden als auch als Mahnung dienen solle, dass keine Ideologie, kein politisches Ziel und keine Regierung jemals über der Menschenwürde stehen sollte.

Immersives Erlebnis

Die von Jelka Piškurić und Mateja Čoh Kladnik kuratierte Ausstellung ist das Ergebnis mehrjähriger Recherche.

Laut Piškurić wurden die Gefängniszellen im Keller von Beethovnova 3 im Jahr 2007 entdeckt und zum nationalen Kulturdenkmal erklärt. Bislang haben Forscher nur ein Dokument gefunden, das die Existenz der Zellen direkt bestätigt: ein Dokument aus dem Jahr 1951 über damals betriebene illegale Gefängnisse.

Redaktion Politik
Bild: STA
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