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Slowenien startet 106-Millionen-Euro-Energiegutscheinprogramm

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Die Regierung hat ein Hilfspaket in Höhe von 200 Millionen Euro für Haushalte und Unternehmen zur Abfederung von Energiepreissteigerungen bestätigt. Eine Energiegutscheinregelung in Höhe von 106 Mio. EUR für Haushalte wird mit Beihilfen für Unternehmen und Landwirte in Höhe von 70 Mio. EUR, niedrigeren Netzentgelten für Strom und niedrigeren Verbrauchsteuern auf Heizöl und Benzin gekoppelt.

Die Stromnetzgebühr wird ab dem 1. Februar für drei Monate erlassen, wobei die Verbrauchsteuern auf Strom, Heizöl und Benzin auf das niedrigste zulässige Niveau gesenkt werden, sagte Ministerpräsident Janez Janša nach der Regierungssitzung am Samstag vor der Presse.

Die Stromsteuer wird halbiert, während die Mineralölsteuer um etwa zwei Cent pro Liter für Normalbenzin, fünf Cent für Diesel, acht Cent für Heizöl und einen Cent pro Kubikmeter Erdgas gesenkt wird.

Als Ergebnis dieser Verzichte und Kürzungen schätzt Janša, dass die Stromrechnungen um 30-35 % sinken werden.

Energiegutscheine im Wert von 150 Euro stehen rund 710.000 Leistungsempfängern zur Verfügung, darunter Sozialhilfe- und Sozialhilfeempfänger, Kindergeldempfänger mit einem Einkommen von bis zu 680 Euro pro Person, Rentner mit weniger als 1.000 Euro Rente, Schwerbehinderte und Große Familien. Familien mit vier oder mehr Kindern bekommen zusätzlich 50 Euro extra.

Schätzungsweise 17.500 Unternehmen und 41.000 landwirtschaftliche Betriebe erhalten eine einmalige Beihilfe. Die Zahlungen werden laut Wirtschaftsminister Zdravko Počivalšek von der Größe des Unternehmens oder der landwirtschaftlichen Betriebe und der Energieintensität abhängen.

Förderfähig sind Unternehmen mit mindestens fünf Beschäftigten und einem Energieaufwand von mindestens 5 % des Umsatzes im Jahr 2019 oder mindestens 10.000 Euro.

Unternehmen müssen die Beihilfen bei der Finanzverwaltung beantragen und erhalten das Geld bis zum 20. April.

„Wir sind zuversichtlich, dass dies helfen wird, bis die Preise nachgeben“, sagte Počivalšek.

Die Energiegutscheine und Hilfen für Unternehmen und landwirtschaftliche Betriebe kommen in einen neuen Gesetzentwurf, der vom Parlament verabschiedet werden muss. Die anderen Maßnahmen erfolgen in Form direkter Regierungsverordnungen.

Die Hilfe kommt, nachdem die Energiepreise in den letzten Monaten im Gleichschritt mit den weltweit steigenden Preisen gestiegen sind.

Vor allem Unternehmen fordern die Regierung seit Wochen zum Eingreifen auf und warnen davor, dass das derzeitige Preisniveau viele energieintensive Industrien in den Ruin treiben könnte.

Redaktion Politik
Bild: Handelsblatt

 

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