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Sloweniens Wirtschaftswachstum nimmt im zweiten Quartal Fahrt auf

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Das Wirtschaftswachstum Sloweniens beschleunigte sich im zweiten Quartal des Jahres. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs real um 1,4 % gegenüber dem Vorjahr, nachdem es im ersten Quartal noch um 0,8 % gewachsen war, gab das Statistikamt am 16. August in einer vorläufigen Mitteilung bekannt. Das vierteljährliche Wachstum betrug 1,4 %.

Das Wachstum wurde durch Exporte und einen sehr hohen Handelsüberschuss angetrieben, da die Importe um 8,3 % zurückgingen, während die Exporte nur um 0,7 % zurückgingen. Der Außenhandel trug 6,7 Prozentpunkte zum Gesamt-BIP bei.
Der Inlandsverbrauch schrumpfte unterdessen um 5,4 %. Die Konsumausgaben blieben auf dem gleichen Niveau, während die Anlageinvestitionen um 20,1 % zurückgingen, was vor allem auf einen Rückgang der Vorräte zurückzuführen war.
Die Bruttoanlageinvestitionen stiegen um 9,3 %, was vor allem auf einen Anstieg der Investitionen in Gebäude und Bauwerke zurückzuführen ist. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte gingen um 1,1 % zurück, was zum ersten Mal nach zwei Jahren ununterbrochenen Wachstums der Fall war.
Die Gesamtbeschäftigung belief sich auf 1.093.200 Personen, was einem Anstieg von 1,2 % gegenüber dem gleichen Quartal 2022 entspricht. Die meisten neuen Arbeitsplätze wurden im Baugewerbe geschaffen.
Die Zentralbank und der makroökonomische Prognostiker IMAD der Regierung stellten fest, dass die Aussichten für den Rest des Jahres ungewiss bleiben, nicht zuletzt aufgrund der jüngsten Überschwemmungen.

Die Bank von Slowenien geht davon aus, dass die Exportaufträge weiterhin rückläufig sein werden. Gepaart mit verschärften Finanzierungsbedingungen wird dies die Industrie belasten.

Darüber hinaus dürften die Flut und ihre Folgen negative Auswirkungen auf bestimmte Wirtschaftszweige haben.

IMAD sagte ebenfalls, dass die Überschwemmungen die Wirtschaftstätigkeit beeinträchtigen werden, wobei andere Unsicherheiten bestehen bleiben.

„Diese Unsicherheiten hängen mit Inflationstendenzen und den Auswirkungen einer strengeren Geldpolitik auf die Wirtschaftstätigkeit zusammen. Auch die Unsicherheit im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Energiepreise auf die Produktion energieintensiver Industrien bleibt hoch“, wurde IMAD-Direktorin Alenka Kajzer zitiert.

Redaktion Wirtschaft
Bild: Fiege
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