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Slowenien wird zur Fahrradnation

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In letzterem sind sie fast ausverkauft und auf einige Fahrräder muss man mehrere Monate warten, und auf slowenischen Straßen, Makadamwegen und Radwegen gab es noch nie so viele Radfahrer in der Geschichte. „Dieses Jahr haben wir eine Rekordzahl an offiziellen Radsportklubs und als Ergebnis haben wir eine Rekordzahl an Wettkampflizenzen vergeben“, bestätigt der Radsportverband Sloweniens, dass eine Radsportrevolution stattfindet. 

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Derzeit gibt es in Slowenien 107 registrierte Radsportvereine, 1.850 Radfahrer nehmen auch am Radsport teil, aber es ist fast unmöglich zu schätzen, wie viele Slowenen in ihrer Freizeit und zur Erholung Rad fahren. „Alle Arten des Radfahrens werden immer beliebter, insbesondere im Freizeitbereich. Wir haben sicherlich die meisten Rennradfahrer in Slowenien“, erklärt Andrej Filip, Generalsekretär des slowenischen Radsportverbandes.

Auch die Zahl der verkauften Fahrräder zeugt vom Aufstieg des Radsports. Dem Statistischen Amt der Republik Slowenien liegen Informationen vor, dass die Zahl der importierten Fahrräder seit 2017 stets über 80.000 lag. Im vergangenen Jahr haben wir beispielsweise 82.600 davon sowie 16.400 Elektrofahrräder importiert. In den letzten Jahren hat der Import der letzteren stark zugenommen. Vor fünf Jahren haben wir knapp 1.500 Stück importiert, letztes Jahr waren es zehnmal mehr. Im Jahr 2021 haben die Slowenen täglich 3,8 Millionen Fahrten unternommen, und wir haben mit ihnen insgesamt 11,5 Milliarden Kilometer zurückgelegt. 2,2 Prozent dieser Strecke, also 253 Millionen Kilometer, wurden nach Berechnungen des Statistischen Amtes mit dem Fahrrad zurückgelegt. Und welche Besorgungen sind wir gefahren? Auf jeden Fall steigen wir aber meistens aufs Rad, wenn wir es uns gut gehen lassen wollen. Wir haben etwas weniger als die Hälfte der Radrouten absolviert, weil

„Die Slowenen sind seit vielen Jahren eine Fahrradnation. Radfahren ist seit langem beliebt, und der Aufstieg des Freizeitradfahrens war während der Epidemie noch größer. Sicherlich ist die Begeisterung für das Radfahren, insbesondere das Straßenradfahren, aufgrund der Erfolge unserer Jungs größer“, glaubt Maja Virnik, Geschäftsführerin von Proloco Trade, einem der größten Fahrradimporteure in Slowenien. Er erklärt, dass die Nachfrage nach Fahrrädern in diesem Jahr im Vergleich zu den Vorjahren leicht zurückgegangen ist, aber immer noch hoch ist und es nicht viele Lagerbestände in den Geschäften gibt, aber diesmal hauptsächlich aufgrund von Problemen in der Lieferkette. Er bestätigt, dass das Radfahren mit E-Bikes derzeit boomt. In ihrem Unternehmen stellen Elektrofahrräder bereits ein Viertel der verkauften Fahrräder dar, Tendenz steigend. Sie ist davon überzeugt, dass Radfahren keine Eintagsfliege ist und noch viele Jahre beliebt bleiben wird. „Radfahren ist auf der einen Seite definitiv die richtige Art, die Freizeit gesund und aktiv zu verbringen und Orte zu erkunden, auf der anderen Seite aber auch ein wichtiges Element der Mobilität. Mit steigenden Kraftstoffpreisen werden die Menschen das Fahrrad noch stärker als Fortbewegungsmittel zur Arbeit und nach Besorgungen nutzen. Und das nicht nur in Städten, sondern auch auf dem Land“, ist der Gesprächspartner überzeugt.

Redaktion Land und Leute
Bild: slovenia outdoor

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