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Slowenisch geführtes Mehrsprachigkeitsprojekt in Österreich trägt Früchte

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Mehr als 1.700 Personen haben im Rahmen eines Projekts zur Förderung von Mehrsprachigkeit und

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Werten sprachlicher und kultureller Vielfalt im österreichischen Bundesland Kärnten an slowenischen Sprachkursen teilgenommen. Das Projekt läuft seit mehr als zehn Jahren.

Initiiert wurde das Projekt Förderung der Mehrsprachigkeit von Bernhard Sadovnik, dem Vorsitzenden der Gemeinschaft der Kärntner Slowenen, einem Dachverband der slowenischen Minderheit, und Willibald Liberda, dem Landesgendarmeriechef i.R.

Hauptziel ist es, mit namhaften Sponsorenpersönlichkeiten auf die Vorteile der Mehrsprachigkeit und die Werte der sprachlichen und kulturellen Vielfalt in Kärnten aufmerksam zu machen.

An dem Projekt sind mehr als 200 Sponsoren beteiligt, und seit Beginn des Projekts im Jahr 2010 haben mehr als 1.700 Personen Slowenisch-Sprachkurse besucht.

Wie die slowenische Redaktion des österreichischen öffentlich-rechtlichen Senders ORF berichtete, sagte Sadovnik diese Woche auf einer Pressekonferenz in Klagenfurt, das Projekt sei ein “Teil des Puzzles”, das 2011 zur Einigung über zweisprachige Ortstafeln geführt habe.

Er wies darauf hin, dass verschiedene prominente Politiker und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Österreich im Rahmen des Projekts dazu beigetragen hätten, das Bewusstsein für Zwei- und Mehrsprachigkeit in Kärnten, Österreich und im Alpen-Adria-Raum zu schärfen.

Als größte Errungenschaft bezeichnete Sadovnik die Slowenisch-Sprachkurse, die gezeigt hätten, dass es bei den Slowenen in Kärnten Begeisterung für die Sprache gebe und die Motivation, sie als Teil ihrer familiären und nationalen Identität zu lernen.

Er räumte ein, dass Dialog und Zusammenleben in Kärnten noch nicht so weit verwurzelt seien, dass die Mehrheit aller Einwohnerinnen und Einwohner die slowenische Sprache und Zweisprachigkeit als gemeinsames Merkmal bestätige.

Aus diesem Grund wird der Dachverband Begegnungen und Diskussionen zu politischen Themen, die sowohl die Minderheit als auch die Mehrheit betreffen, im Rahmen von Diskussionsrunden, Konferenzen und Ausstellungen im und außerhalb des zweisprachigen Raums ermöglichen.

Langfristiges Ziel des Projekts ist laut Sadovnik, dass in allen Kindergärten und Schulen neben Deutsch und Englisch auch Slowenisch und Italienisch gesprochen werden.

Liberda sagte, um einen Mitmenschen zu verstehen, sei es wichtig, seine Sprache zu verstehen, was zu einem besseren Verständnis seiner Denkweise und Emotionen führe, was zur Lösung potenzieller Konflikte beitragen könne.

Redaktion Land und Leute
Bild: zVg.
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